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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: benn

ein gedicht.

 





ein gedicht ist immer die frage nach dem ich.



gottfried benn




m. 31.03.2009, 09.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL

und mehr.

 





das ganze



im taumel war ein teil, ein teil in tränen,
in manchen stunden war ein schein und mehr,
in diesen jahren war das herz, in jenen
waren die stürme – wessen stürme – wer?

niemals im glücke, selten mit begleiter,
meistens verschleiert, da es tief geschah,
und alle ströme liefen wachsend weiter
und alles aussen war nur innen nah.

der sah dich hart, der andre sah dich milder,
der wie es ordnet, der wie es zerstört,
doch was sie sahn, das waren halbe bilder,
da dir das ganze nur allein gehört.

im anfang war es heller, was du wolltest,
und zielte vor und war dem glauben nah,
doch als du dann erblicktest, was du solltest,
was auf das ganze steinern niedersah,

da war es kaum ein glanz und kaum ein feuer,
in dem dein blick, der letzte sich verfing:
ein nacktes haupt, in blut, ein ungeheuer,
an dessen wimper deine träne hing.



gottfried benn




m. 23.01.2009, 10.43 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

hellblaue blumen.

 





es blättert von den grossen worten ab
u auch von jenen, die dein ich dir gab.

hellblaue blumen müssten es sein



gottfried benn
fragmente 1952/1953
[aus: gedichte – fischer]




m. 03.10.2008, 07.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

ein glanz.





ein wort



ein wort, ein satz -: aus chiffren steigen
erkanntes leben, jäher sinn,
die sonne steht, die sphären schweigen,
und alles ballt sich zu ihm hin.

ein wort - ein glanz, ein flug, ein feuer,
ein flammenwurf, ein sternenstrich -
und wieder dunkel, ungeheuer,
im leeren raum um welt und ich.



gottfried benn




 

m. 22.06.2008, 13.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

da sein.

 





hier ist kein ausweg:
da sein – fallen –,
nicht die tage zählen –
vollendung
schön, böse oder zerrissen.



gottfried benn
[in: gladiolen]



gefunden in evas gezeiten




m. 12.05.2008, 09.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

etwas anderes.

 





wir alle leben etwas anderes als wir sind.



gottfried benn




m. 19.11.2007, 16.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

abends.

 





rosen, gottweisswoher so schön,
in grünen himmeln die stadt
abends
in der vergänglichkeit der jahre!



gottfried benn




m. 24.10.2007, 23.12 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

die nacht.

 





auf deine lider senk’ ich schlummer,
auf deine lippen send’ ich kuss,
indessen ich die nacht, den kummer,
den traum alleine tragen muss.



gottfried benn



m. 17.09.2007, 23.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

mein weg.

 





keiner wird mein wegrand sein.
lass deine blüten nun verblühen.
mein weg flutet und geht allein.



gottfried benn
[in: hier ist kein trost]




m. 14.09.2007, 08.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

das wort.





das wort des lyrikers vertritt keine idee, vertritt keine gedanken,
es ist existenz an sich...



gottfried benn





 

m. 12.07.2007, 20.21 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL



kommentare.
eva:
so viel ... ja.wunderbares gedicht, danke!
...mehr

Quer:
Oh ja, immer wieder gilt es, aus dem Nichts z
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marianne:
so wahr!
...mehr

eva:
das wäre mal eine abwechslung, indeed ... "se
...mehr

Gerhard:
Hallo Marianne, einmal ein Liebesgedicht ganz
...mehr

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