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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: picasso
ein wagnis.
suchen, das ist das ausgehen von alten beständen und das finden-wollen von bereits bekanntem. finden, das ist das völlig neue. alle wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. es ist ein wagnis, ein heiliges abenteuer. die ungewissheit solcher wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die im ungewissen sich geborgen wissen, die in der ungewissheit, der führerlosigkeit geführt werden, die sich vom ziel ziehen lassen und nicht selbst das ziel bestimmen.
pablo picasso
gefunden in hermann josefs wortgarage
m. 20.05.2009, 09.33 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
mitten ins auge.
der schmale aufenthalt des geheimen preises des schmerzes köchelt auf der kleinen flamme der erinnerung wo die zwiebel den star mimt wenn sich die hand von ihren linien löst nachdem sie die vergangen- heit wieder und wieder gelesen hat aber zum hieb der reitpeitsche die mitten ins auge traf
juan-les-pins den 26. märz 1936
pablo picasso
[aus: gedichte – deutsche verlags-anstalt]
m. 16.09.2008, 16.25 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
eine lüge.
wir alle wissen, dass kunst nicht die wahrheit ist. kunst ist eine lüge, die uns die wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die wahrheit, die wir als menschen begreifen können.
pablo picasso
m. 25.08.2007, 09.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL
von den mäusen.
winziges boot aus gewürznelken das mit pastellfarbenen rosas und grüns bestreut ist bindet und glänzt und schimmert aromatisiert und färbt bezaubert und giesst geflügelte flagge in seine schale seine schärpe das kleine blütenblatt des kirschbaums das neben dem stamm zu boden gefallen ist alle gerafften unterröcke sind von den mäusen zu den regentropfen übers knie gelegt
pablo picasso
[aus: gedichte]
m. 24.04.2007, 09.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL
mit dem riss.
eine brotkrume so brav mit ihren fingern auf die kante des himmels gelegt der genauso schmachtendblau wie die muschelkette flöten- spieler flügelschlagend blüht auf im frühling bei jedem tropfen mit dem riss den das fenster in ihr kleid reisst das anschwillt und das zimmer ausfüllt und sie fortträgt ihr langes haar flattert im wind
pablo picasso
[aus: gedichte]
m. 17.04.2007, 13.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL



